Aikido-Vorführung an der Realschule

//Aikido-Vorführung an der Realschule

Aikido-Vorführung an der Realschule

Aikido-Vorführung am Schulfest der Werner-von-Siemens-Realschule

Was hat Aikido mit einem Schulfest zu tun? Die Antwort ist einfach: Ich bin Lehrerin und als es darum ging, sich zu überlegen, wer was auf dem Schulfest anbieten möchte, kam ich auf Michaels Idee zurück, der mir zuvor bereits angeboten hatte, mich bei einer Vorführung in der Schule zu unterstützen. Dafür bot das Schulfest die ideale Gelegenheit und so arbeiteten wir vom KSV Herne gemeinsam mit unserem Trainer Horst Glowinski und Volker Tietz ein Programm aus, um den Schülerinnen und Schülern einen Einblick in die Kampfkunst Aikido zu geben und ihnen eine interessante, abwechslungsreiche und auf ihre Lebenswirklichkeit zugeschnittene Vorführung zu bieten. Nachdem sich dann auch noch Thomas als Uke zu Michael gesellte, konnten wir mit dem Training beginnen und herausgekommen ist eine gelungene und unterhaltsame Vorstellung, die sich auf zwei Vorführungen à 15 bis 20 Minuten verteilte.

 

Im ersten Teil gaben wir zunächst einen Einblick in die Fallschule sowie in die unterschiedlichen Angriffsarten und Verteidigungstechniken. Volker führte dabei als Moderator durch das Programm, indem er die vorgeführten Techniken kommentierte und erklärte, um die meist gestellte Frage des Tages zu beantworten: Aikido? Wat is dat denn? Danach gab Michael einen Einblick in die verschiedenen Verteidigungstechniken mit dem Stab. Zum Abschluss des ersten Teils zeigten wir noch zwei Techniken gegen zwei Angreifer. Dann ging´s in die wohlverdiente Pause!

Im ersten Teil gaben wir zunächst einen Einblick in die Fallschule sowie in die unterschiedlichen Angriffsarten und Verteidigungstechniken. Volker führte dabei als Moderator durch das Programm, indem er die vorgeführten Techniken kommentierte und erklärte, um die meist gestellte Frage des Tages zu beantworten: Aikido? Wat is dat denn? Danach gab Michael einen Einblick in die verschiedenen Verteidigungstechniken mit dem Stab. Zum Abschluss des ersten Teils zeigten wir noch zwei Techniken gegen zwei Angreifer. Dann ging’s in die wohlverdiente Pause!

Der zweite Teil stand unter dem Schwerpunkt „Aikido im Schulalltag und auf der Straße“. Nach einer kurzen Demonstration in die Macht der Atemkraft, die aus der Frage entstanden ist: „Warum machen sie immer ssssssss?“, womit die Schüler mein deutlich hörbares Ausatmen meinten, präsentierten wir den zweiten Teil in unserer Alltagskleidung, um den Schülerinnen und Schülern eine realistische Vorführung zu bieten. Dafür warf ich mir schnell das Abschluss-T-Shirt der 10a über, setzte ein Cap auf, steckte mir die Stöpsel meines MP3-Players in die Ohren und ging als Schülerin verkleidet auf die Matte. Thomas fungierte dabei als Rüpel, der Streit suchte, und mich dabei zunächst anrempelte. Nach ein paar Rangeleien bog ich ihm die Finger um und führte ihn zu Boden. Doch als Rüpel, der Ärger sucht, gibt man natürlich nicht so leicht auf, und so schnappte er sich mein Cap vom Kopf und wedelte damit in der Luft herum. Ein Griff und schon lag er wieder auf dem Boden. Danach griff er mich noch einige Male von hinten an, umklammerte mich, nahm mich in den Schwitzkasten und hielt mich am Revers fest – eben das, was Schüler so auf dem Schulhof in den Pausen machen.

Anschließend griff Michael mich mit dem Messer an, um zu zeigen, wie man sich gegen einen bewaffneten Angriff auf der Straße wehren kann. Nach einer recht eindrucksvollen Vorstellung mit dem Messer beendeten wir den zweiten Teil mit einem Randori gegen zwei Angreifer.

Insgesamt kam die Vorstellung gut an, denn einige Schüler sprachen mich danach noch darauf an, indem sie unterschiedliche Kommentare dazu äußerten, wie: „Ich wusste gar nicht, dass Sie so gut kämpfen können!“ oder „Der Mann mit dem Zopf [Thomas] tat mir irgendwie leid!“ Mir ehrlich gesagt auch, weil er in beiden Teilen die Rolle des Uke übernahm und ordentlich durch die Gegend geworfen wurde. Im Gegensatz zu Michael und mir konnte er sich auf der Matte keine Verschnaufpause gönnen. Er hat aber gut durchgehalten!

Respekt!

An dieser Stelle möchte ich mich noch einmal bei allen Mitwirkenden bedanken, die dafür diverse Umstände auf sich genommen haben, um mich in meinem Vorhaben zu unterstützen, indem wir uns gemeinsam auf die Vorstellung vorbereitet haben. Ein herzliches Dankeschön also an Michael, der die Idee dazu hatte und sich von Anfang an dazu bereit erklärt hatte, als Uke zu fungieren. Vielen Dank an Thomas, der sich ebenfalls sofort dazu bereit erklärt hat, die Rolle als Uke zu übernehmen, und das, obwohl beide voll im Arbeitsstress standen. Ein besonderes Dankeschön geht natürlich auch an Volker, der die Vorführungen mit viel Fachwissen und auf die Schüler/innen zugeschnitten moderiert hat, indem er immer wieder darauf hingewiesen hat, dass Aikido zwar eine effektive, aber gewaltfreie Kampfkunst ist. Für viele Schüler ist das eine ganz neue Erfahrung, wie man sich gegen Angriffe wehren kann, ohne zu schlagen oder Gewalt anzuwenden. Ein ganz dickes Danke selbstverständlich auch an meinen Trainer Horst, der während des Trainings immer ein waches Auge auf uns geworfen und uns mit seinen Ratschlägen stets unterstützt hat. Ein ganz besonders liebes Dankeschön gilt meinem Mann, der sich zwei halbe Arbeitstage freigenommen und sich den Anhänger seines Vaters geliehen hat, um beim Mattentransport zu helfen, die Vorführung zu filmen und Fotos zu machen.

Vielen herzlichen Dank an alle Mitwirkenden!!!

 

Christiane Müller-Spies
KSV Herne 1929 e.V.

By | 2016-10-13T00:21:49+00:00 21. Jun 2015|Aikido|